Nach dem 1. Weltkrieg

Die nach dem Krieg einsetzende Verflachung auf kulturellem Gebiet und die Entwertung des Geldes sind Hemmnisse für den Verein, deren Überwindung das Verdienst des Vorstandes August Kurz ist. Oftmals prallten die Meinungen aufeinander und nur seine starke Persönlichkeit konnte immer wieder ausgleichen und vermitteln. Bald setzte eine erfreuliche Entwicklung auf musikalischem Gebiet ein. Dies ist das Verdienst zweier besonders befähigter Dirigenten. Lehrer Egger übernahm 1924, nachdem Hauptlehrer Wanner aus Gesundheitsgründen seine ersprießliche Tätigkeit hatte aufgeben müssen, die musikalische Leitung. Immer mehr machte sich damals das Fehlen eines Klaviers im Singstundenbetrieb bemerkbar. Lehrer Egger und Hans Schneider, der Vorstand seit 1925, scheuten keiner Mühe zurück, um die Finanzierung der Beschaffung zu ermöglichen. Stellte Dirigent Egger seine musikalische Arbeit darauf ein, so unterstützte ihn Vorstand Schneider durch seine organisatorische Begabung. Inzwischen war der Baumann-Saal erstellt worden, und somit auch der äußere Rahmen für einen Liederabend und ein Herbstkonzert gegeben. Beide standen auf einem hohen künstlerischen Niveau und brachten den erhofften Kassenerfolg. Anton Schneider-Stuttgart, ein Bruder des Vorstandes, konnte nun den Kauf eines Klaviers vermitteln. Im Dezember 1925 trifft das Instrument ein (und bis –nachweislich – 1956 hat es allen Stürmen und Beanspruchungen getrotzt) und einen erfolgreichen Singstundenbetrieb ermöglichen helfen.    Die angebahnte Entwicklung setzt Lehrer Henkel fort, der 1927 ans Dirigentenpult tritt.     Ein Herbstkonzert, das gemeinsam von den Gesangvereinen Obersontheim, Bühlerzell und Bühlertann im Baumann-Saal veranstaltet wird, gibt ihm Gelegenheit, sein musikalisches Empfinden und seine Fähigkeit, einen großen Klangkörper zu führen, unter Beweis zu stellen.

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